Finde hier das Regelwerk vom Thaiboxen für die Kämpfe.


 

AMATEURE

1. KLEIDUNG UND PROTEKTOREN

Kurze traditionelle Thaibox Hose (endet über dem Knie)

Mundschutz

Schienbeinschutz

Ellbogenschutz

Tiefschutz

Kopfschutz

Boxhandschuhe 10 oz.

Schutzweste

2. KAMPFZEIT

A-Klasse:4 Runden zu je 2 Minuten mit 1 Minute Pause

B-Klasse:4 Runden zu je 2 Minuten mit 1 Minute Pause

C-Klasse:3 Runden zu je 2 Minuten mit 1 Minute Pause

D-Klasse:3 Runden zu je 2 Minuten mit 1.5 Minute Pause

3. GEWICHTSKLASSEN - AMATEUR

Mini Flyweight -45.00 kg

Junior Flyweight -48.00 kg

Flyweight -51.00 kg

Bantamweight -54.00 kg

Featherweight -57.00 kg

Lightweight -60.00 kg

Junior Welterweight -63.50 kg

Welterweight -67.00 kg

Lighthmiddleweight -71.00 kg

Middleweight -75.00 kg

Lightheavyweight -81.00 kg

Cruiserweight -86.00 kg

Heavyweight-91 kg

Superheavyweight +91.00 kg

4. OFFIZIELLE

Siehe IFMA Rules.

5. TECHNIKEN

Siehe IFMA Rules.

5.1 ERLAUBTE TECHNIKEN DIE ZU PUNKTEN FÜHREN

Gewertet werden:

Schläge mit der Faust, Ellenbogen d.h. alle Boxtechniken, Ellenbogen zum Kopf, zur Brust, den Körperpartien sowie zum Bauch. Beintechniken mit Fuss und Schienbein, d.h. alle Kicktechniken zum Kopf, Nacken, Brust, Körper und Innen- und Aussenseiten der Beine. Knietechniken auf Kopf, Oberkörper und Beine Clinchen. Alle Treffer werden gleich bewertet. 

5.2 NICHT ERLAUBTE TECHNIKEN:

Kopfstösse.Tiefschläge, Hüftwürfe.

Schlagen, stossen oder kicken wenn jemand ausserhalb der Ringseile ist.

unsportliches Verhalten, wie beissen, spucken oder mit Absicht vom Kampf weglaufen. Simulieren eines Tiefschlages, nicht einhalten der Instruktionen des Ringrichter und Ausführen von Techniken, obwohl der Gegner mit einem anderen Körperteil als den Füssen den Ringboden berührt.

Nur bei Kämpfen in der D-Klasse sind Ellbogen- und Knietechniken zum Kopf (einschliesslich Ellbogentechniken zum Nacken) nicht erlaubt. Rückwärtige Fausttechniken (Back Fist) zum Kopf können vom Ringrichter unterbrochen werden, wenn nicht klar ist, ob eine Ellbogentechnik ausgeführt wird.

Bei Kämpfen der Junioren gelten besondere Schutzvorschriften (siehe entsprechendes IFMA-Reglement).

Wenn ein Kämpfer eine der im vorhergehenden beschriebenen Handlungen ausführt, wird der Ringrichter eine Verwarnung aussprechen.

Bei Wiederholung oder einer groben nicht erlaubten Handlung spricht der Punkterichter Offenbare Warnung (O.W.) aus.

6. PUNKTEWERTUNG

Pro Runde kann ein Kampfer 10, 9 oder 8 Punkte erreichen. Gewertet wird nach Technik und Einsatz.

Ein Kampf wird von drei Punktrichtern bewertet, die vom Verband benannt werden. Er wird nach Ablauf einer Runde nach dem "ten-point-must-system" bewertet, dabei wird jede Runde unabhängig voneinander durch die Punktrichter bewertet. Zehn Punkte bekommt der Sieger einer Runde zugesprochen, der Verlierer in der Regel Neun. Am Ende des Kampfes werden die Punkte zusammengezählt und jedem Punktrichter kommt eine Richterstimme zu. Folglich kann ein Kampf mit 3:0 oder 2:1 Richterstimmen entschieden werden. Ebenso ist eine unentschiedene Wertung möglich, wenn die Mehrheit der Punktrichter ein Unentschieden auf ihrem Zettel stehen haben. (Mehrheitsentscheid).

Das Anzählen bei einem Niederschlag wird nicht gewertet: kein minus Punkt.

Offenbahre Warnung (O.W.) = minus 1 Punkt.

7. ERGEBNISSE

Sieg durch Abbruch wegen Verletzung. Wird der Boxer während des Kampfes Opfer eines Unfalls oder Verletzung, muss der Ringrichter den Kampf abbrechen Die Sicherheit steht im Amateur-Bereich im Vordergrund.

Weitere Ergebnisse siehe PRO Regeln.

 


 

Professional

1. KLEIDUNG UND PROTEKTOREN

Kurze traditionelle Thaibox Hose

Mundschutz

Tiefschutz

Ellbogenschutz ( B und C Klasse)

Boxhandschuhe 10 oz.

2. KAMPFZEIT

A-Klasse Profi:5 Runden zu je 3 Minuten mit 1.5 Minute Pause

B-Klasse Halbprofi:5 Runden zu je 2 Minuten mit 1.0 Minute Pause

C-Klasse Amateur:3 Runden zu je 2 Minuten mit 1.0 Minute Pause

D-Klasse Einsteiger:3 Runden zu je 2 Minuten mit 1.0 Minute Pause

3. GEWICHTSKLASSEN - PROFESSIONAL

Mini Flyweight -47,62 kg / 105 lbs

Junior Flyweight -48,99 kg / 108 lbs

Flyweight -50,80 kg / 112 lbs

Junior Bantamweight -52,16 kg / 115 lbs

Bantamweight -53,52 kg / 118 lbs

Junior Featherweight -55,34 kg / 122 lbs

Featherweight -57,15 kg / 126 lbs

Junior Lightweight -58,97 kg / 130 lbs

Lightweight -61,24 kg / 135 lbs

Junior Welterweight -63,50 kg / 140 lbs

Welterweight -66,68 kg / 147 lbs

Junior Middleweight -69,85 kg / 154 lbs

Middleweight -72,58 kg / 160 lbs

Super Middleweight -76,20 kg / 168 lbs

Lightheavyweight -79,38 kg / 175 lbs

Superlightheavyweight -82,55 kg / 182 lbs

Cruiserweight -86,00 kg / 190 lbs

Heavyweight -95,00 kg / 209 lbs

Superheavyweight +95,00 kg / 209 lbs

 

4. OFFIZIELLE

1 Zeitnehmer

3 Punkterichter

1 Ringrichter

1 Haupt-Punktrichter

1 Ringarzt

Der Ringrichter überwacht den Kampf und sorgt für die Einhaltung des sportlichen Reglements. Er punktet nicht, kann aber strafweise bei Regelverstössen Minuspunkte vergeben.

Der Kampf wird von einem, sich im Ring befindlichen, Ringrichter geleitet. Dieser ist mit einer schwarzen Hose und einem weißen Hemd bekleidet und für die Einhaltung der Kampfvorschriften verantwortlich. Je nach Schwere der Verstöße gegen die Vorschriften ermahnt, verwarnt oder disqualifiziert er den "Sünder". Mit dem Kommando "break!" kann der Ringrichter die Kampfhandlung unterbrechen. Beide ThaiBoxer müssen dann einen Schritt zurückweichen und den Kampf sofort wiederaufnehmen. "Stop!" unterbricht den Kampf vollständig. Der Ringrichter kann jetzt Ermahnung oder Verwarnungen aussprechen oder den Grad einer Verletzung überprüfen. Mit dem Kommando "Fight" wird der Kampf wieder fortgesetzt. Eine solche Unterbrechung darf nicht länger als eine Minute dauern.

Die Punkterichter punkten jede Runde. Die Ergebnisse werden nach Ende des Kampfes durch den Hauptpunktrichter kontrolliert und ausgewertet.

5. TECHNIKEN

Das sportliche Reglement beim Thaiboxen ist zum einen als Schutz für die Kämpfer wichtig, zum anderen um ein einheitliches Punktesystem zu gewährleisten. 

5.1 ERLAUBTE TECHNIKEN DIE ZU PUNKTEN FÜHREN

Gewertet werden nur harte und effektive Techniken.

Schläge mit der Faust, Ellenbogen d.h. alle Boxtechniken, Ellenbogen zum Kopf, zur Brust, den Körperpartien sowie zum Bauch. Beintechniken mit Fuss und Schienbein, d.h. alle Kicktechniken zum Kopf, Nacken, Brust, Körper und Innen- und Aussenseiten der Beine. Knietechniken auf Kopf, Oberkörper und Beine Clinchen.

5.2 NICHT ERLAUBTE TECHNIKEN

Kopfstösse, alle Techniken zum Rücken des Gegners.

Schlagen, stossen oder kicken wenn jemand ausserhalb der Ringseile ist.

unsportliches Verhalten, wie beissen, spucken oder mit Absicht vom Kampf weglaufen. Simulieren eines Tiefschlages, nicht einhalten der Instruktionen des Ringrichter.

Wenn ein Kämpfer eine der im vorhergehenden beschriebenen Handlungen ausführt, wird der Ringrichter eine Verwarnung aussprechen.

Bei Wiederholung oder einer groben nicht erlaubten Handlung spricht der Punkterichter Offenbare Warnung (O.W.) aus.

6. PUNKTEWERTUNG

Pro Runde kann ein Kampfer 10, 9 oder 8 Punkte erreichen. Gewertet wird nach Technik und Einsatz.

Ein Kampf wird von drei Punktrichtern bewertet, die vom Verband benannt werden. Er wird nach Ablauf einer Runde nach dem "ten-point-must-system" bewertet, dabei wird jede Runde unabhängig voneinander durch die Punktrichter bewertet. Zehn Punkte bekommt der Sieger einer Runde zugesprochen, der Verlierer in der Regel neun. Für Fouls, erlittene Niederschläge oder deutliche Unterlegenheit kann dem Verlierer ein weiterer Punkt abgezogen werden, so dass auch Rundenwertungen von 10:8 möglich sind. Am Ende des Kampfes werden die Punkte zusammengezählt und jedem Punktrichter kommt eine Richterstimme zu. Folglich kann ein Kampf mit 3:0 oder 2:1 Richterstimmen entschieden werden. Ebenso ist eine unentschiedene Wertung möglich, wenn die Mehrheit der Punktrichter ein Unentschieden auf ihrem Zettel stehen haben. (Mehrheitsentscheid). Im Falle eines WM-Kampfes behält der Titelverteidiger bei einem Unentschieden seinen Weltmeistertitel. 

Offenbahre Warnung (O.W.) = minus 1 Punkt.

Angezählt werden = minus 1 Punkt

7. ERGEBNISSE

POINTS - Sieg nach Punkten

Sieg durch Punktwertung (siehe 6.). Sieger ist der Kämpfer, für den sich die Mehrheit der Punktrichter entscheidet.

 

DRAW - Unentschieden

Ein Kampf gilt als Unentschieden, wenn die Mehrheit der Punktrichter ein Unentschieden auf ihrem Zettel stehen haben (siehe 6.).

 

TKO - technischer KO

Sieg durch Abbruch des Kampfes wegen Verteidigungsunfähigkeit oder sportlicher Unterlegenheit. In diesem Fall wird der Kampf durch den Ringrichter beendet

( RSC siehe unten).

 

KO - Knock Out

Sieg durch Niederschlag (K.o.). Dieser wird ausgesprochen, wenn einer der ThaiBoxer nach einem Niederschlag mindestens zehn Sekunden mit einem anderen Körperteil als den Füßen den Boden berührt oder anderweitig kampfunfähig ist. Zum Zwecke der Zeitmessung zählt der Ringrichter von "1" nach "10". Ist der Boxer vor Ablauf der Zählung wieder kampffähig muss der Ringrichter dennoch bis "8" oder auch "9" weiterzählen und darf erst dann den Kampf wieder freigeben. Nach einem besonders schweren Schlag kann der Ringrichter den K.o. aber auch bereits nach "1" verkünden. Wird ein ThaiBoxer in einer Runde dreimal angezählt oder während des gesamten Kampfes viermal, muss der Ringrichter ebenfalls abbrechen (siehe RSC.).

 

SUR - Sieg durch Aufgabe des Gegners

Sieg durch Aufgabe des Kampfes. Den Kampf aufgeben darf nur der Boxer selbst oder sein Sekundant

 

DOD – Doctor decision.Der Ringarzt kann jederzeit den Kampf stoppen und nach Begutachtung des Sportlers abbrechen.

 

RSC – Referee stop Contest.

Der Ringrichter kann ebenfalls jederzeit den Kampf abbrechen.

Sieg durch Abbruch des Kampfes wegen Verteidigungsunfähigkeit oder sportlicher Unterlegenheit. In diesem Fall wird der Kampf durch den Ringrichter beendet. Dabei darf der Ringarzt dem Ringrichter diese Entscheidung signalisieren.

 

Sieg durch Abbruch wegen Verletzung. Wird der Boxer während des Kampfes Opfer eines Unfalls und ist dadurch kampfunfähig, muss der Ringrichter den Kampf abbrechen (RSC siehe oben).

 

Sieg durch Disqualifikation des Gegners. Muss ein ThaiBoxer im Laufe eines Kampfes zum dritten Mal verwarnt werden, bedeutet dies die Disqualifikation. In besonders schweren Fällen darf eine Disqualifikation auch ohne vorherige Verwarnung verhängt werden. Gleiches gilt, wenn ein Boxer den Ring verlässt und innerhalb von zehn Sekunden nicht zurückkehrt.

 

Sieg durch Nichtantreten. Steigt ein ThaiBoxer wegen Verletzung, Übergewicht oder anderen Gründen nicht in den Ring, wird sein Kontrahent zum Sieger gekürt.

 

Abbruch ohne Entscheidung.

Muss ein Kampf zum Beispiel wegen eines defekten Ringes oder durch Zuschauerausschreitungen abgebrochen werden, wird kein Urteil verkündet.